Anti-Grabsch-Kameras für die Keio-Line
TOKYO – Die private Bahngesellschaft Keio führte am Montag Überwachungskameras in einem ihrer Züge ein. Dies soll ein Versuch sein, die Zahl der sexuellen Übergriffe von sogenannten Chikan (dt. Perverser, Grabscher) einzudämmen. Laut Keio, deren Zugverkehr Shinjuku mit dem in Westtokyo gelegenen Vorort Hachioji verbindet, wurden vier Kameras in der Decke von einem der 10 Wagons installiert.
Laut Keio, wurden die Kameras an den Stellen angebracht, an denen oftmals Übergriffe seitens Chikan stattgefunden haben. Die Bahngesellschaft plant die Installation weiterer Kameras im Laufe der nächsten Wochen.
Polizeilichen Statistiken zufolge wurden 86 Fälle von sexuell motivierten Übergriffen in der Keio Line allein im letzten Jahr gemeldet, was der Keio Line den unrühmlichen ersten Platz für die Bahnlinie mit den meisten Übergriffen beschert.
Keio ist die zweite Bahngesellschaft, welche Überwachungskameras in ihren Zügen einführt. Im Dezember 2009 begann die East Japan Railway mit der Installation von Überwachungskameras in der JR Saikyo Line.
Die Kameras nehmen alles auf, was an Bord des Zuges geschieht und können der Polizei als Beweismittel ausgehändigt werden, so Keio.
“Wir haben uns aufgrund der Bitte der Polizei für die Einführung von Kameras entschieden”, sagt ein Sprecher der Keio Line. “Aber wir werden den Einsatz und die Erweiterung der Überwachung vorsichtig abwägen, da es hier auch um die Privatsphäre geht.”
Quelle: Kyodo
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