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Erneutes Erdbeben der Stärke 8,9 erschüttert Japan

Feuer aufgrund des Erdbebens

An zahlreichen Orten in Tokyo brach Feuer aus (c) Yahoo Japan News

TOKYO (2yen) – Ein erneutes Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Richterskala hat weite Teile Japans erschüttert. Darüber hinaus erreichte eine 10 Meter hohe Tsunami-Welle die Pazifikküste. Laut letzten Meldungen gibt es zahlreiche Sachschäden, Brände, 4 Millionen Menschen ohne Strom sowie Verletzte und Tote.

Ein starkes Beben der Stärke 8,9 hat eine Flutwelle ausgelöst, welche den Hafen von Sendai im Norden Japans zuerst traf und massive Schäden anrichtete. Häuser, Autos und Land wurden von der riesigen Flutwelle erfasst und weggeschwemmt. Nacht aktuellen Meldungen wurden zahlreiche Menschen verletzt und drei Menschen kam bei dem Erdbeben ums Leben. Eine etwa 65jährige Frau aus Takahagi in der Ibaraki Präfektur starb, als ein Dach über ihr zusammenstürzte. Eine andere Frau starb in Haga, Tochigi Präfektur, als die Wand einer Fabrik einstürzte. Ein 67jähriger Mann starb an Kopfverletzungen in der Chiba Präfektur. Auch in Fukushima gab man eine Meldung heraus, dass vermutlich eine Person aus der Ortschaft Sukagawa an den Folgen des Erdbebens verstorben sei.

Nach dem Beben brach in Tokyo, Ibaraki, Chiba, Tokushima und Iwate insgesamt an 36 Orten Feuer aus, darunter ein großes Feuer in einer Öl-Raffinierie in der Chiba Präfektur nahe Tokyo.

Das Epizentrum des Erdbebens lag vor Japans Küste. Laut aktuellen Meldungen wurden im Norden Japans einige Menschen aufgrund von Erdrutschen verschüttet worden. Aufgrund der ungewöhnlich hohen Stärke brachen vielerorts Menschen in Panik aus.

Das Erdbeben ereignete sich etwa gegen 14:45 Uhr nachmittags japanischer Zeit. In den TV-News werden die riesigen Wassermassen gezeigt, welche Japan überfluten und mehrere hunderte Meter ins Landesinnere vordringen. Man rechnet damit, dass der Tsunami auch weitere Landesküsten wie etwa die von Taiwan, den Philippinen und Indonesien erreichen könnte. Tsunami-Warnungen wurden bereits herausgegeben.

Das Erdbeben sorgte in Japan, insbesondere in der Hauptstadt Tokyo, dafür, dass an vielen Orten der Strom ausfiel. Etwa vier Millionen Menschen sind derzeit ohne Stromversorgung. Der Flughafen Narita wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen und evakuiert. Auch der Zugverkehr innerhalb Tokyos wurde vorübergehend gestoppt. In Wakayama, gelegen im westlichen Teil Japans, wurden die Menschen dazu aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Atomkraftwerke in Miyagi und Fukushima stellten ihre Aktivitäten mit Beginn des Bebens automatisch ein.

Wer Bekannte oder Freunde in Japan kontaktieren möchte oder sucht, der kann dafür den Google Person Finder: 2011 Japan Earthquake nutzen. Der Dienst wird in Englisch und Japanisch angeboten: http://japan.person-finder.appspot.com/

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Kurz-URL: http://2yen.net/?p=605

Gepostet von Kai am Mar 11 2011. Abgelegt unter National. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback auf diesen Artikel hinterlassen

1 Kommentar für “Erneutes Erdbeben der Stärke 8,9 erschüttert Japan”

  1. Gut das es sowas gibt… Doch ich glaube das in Japan es jetzt wenige Leute mit Internet gibt. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Die Menschen tuhen mir da richtig leidt, ich würde nicht gerne jetzt in Japan stecken!!

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  • hilde: wenn hachiko von seinem herrchen gesehen hätte dann wäre er auf dem friedhof und hätte dort gewartet
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