|

Nacktes Getümmel im Land der aufgehenden Sonne

Ein beliebtes fest bei den Japanern

Nackt kämpfen die Japaner für ein glückliches Jahr (c) Auszug aus den TBS-News

Auch dieses Jahr, wie jedes Jahr im Februar herrscht ein seltsames Treiben in Okayama am Tempel Saidai. 9000 nackte Männer stürzen sich hier ins Getümmel und erregen immer wieder großes Aufsehen. Nur ein kleiner Sumoringer-Lendenschurz sorgt dafür, dass sich die Japaner nicht vollkommen entblößt gegenüberstehen. In Japan nennt man dieses Zusammentreffen kurz und bündig „Fest der Nackten“, offiziell heißt es jedoch „Saidaiji Eyo“.

Dieses Fest ist sehr begehrt und zieht jedes Jahr mehr Menschen an. Ursprünglich ist das Fest wohl schon in der Muromachi-Zeit (1388-1573) entstanden. So erstaunt es auch nicht, dass schon zum 502. Mal die Menschen nackt um den Tempel herumlaufen! Gefeiert wird eigentlich der letzte Tag der Neujahrsrituale.

9000 Männer kämpfen um zwei 20 Zentimeter lange Holzstäbe. Sobald die Nacht anbricht versammeln sich alle bei Tiefsttemperaturen von 9 Grad Celsius beim Tempel. Als erstes reinigen sie sich und ihren Körper mit Wasser und rufen sich laut „wasshoi, wasshoi“ zu. Dann beginnt ein Lauf um den Saidai-Tempel und dann wird sich erneut mit Wasser begossen. Dann werden die begehrten Stäbchen in die Menge geworfen und so kämpfen die nackten Japaner Schulter an Schulter um die begehrten Talismane. Verletzungen sind hierbei mehr die Regel als die Ausnahme. Die beiden Männer, welche jeweils einen Stab ergattern konnten, dürfen sich über ein garantiert glückliches Jahr freuen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Kurz-URL: http://2yen.net/?p=233

Gepostet von Jasmin am Feb 24 2011. Abgelegt unter National. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback auf diesen Artikel hinterlassen

Antworten

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.

Kürzlich kommentiert

  • hilde: wenn hachiko von seinem herrchen gesehen hätte dann wäre er auf dem friedhof und hätte dort gewartet
  • saar: hachiko schöner film wer ihn zum ersten mal sieht bitte taschentücher bereithalten ein mensch würde niemals...
  • Vera Bergagnin: Oh,ja! Auch ich bin sehr betroffen und freue mich diese Seite , zwar spät aber eben gefunden zu haben...
  • Gerald: Unglaublich berührender Film. Der Hund hat nur eines zu verschenken und das ist sein Herz! Wir leben mit...
  • h.peter: der film ging mehr sehr sehr nahe und hatte noch nie solch einen film gesehen der sich in wirklichkeit...