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Sexueller Mißbrauch durch Lehrer seit 1999 um 40 Prozent gestiegen

Sexueller Mißbrauch durch Lehrer seit 1999 um 40 Prozent gestiegen

Sexueller Mißbrauch durch Lehrer seit 1999 um 40 Prozent gestiegen

Die Anzahl der Lehrer an öffentlichen Schulen, welche aufgrund sexuellen Mißbrauchs von Kindern verurteilt wurden, ist in den letzten 10 Jahren um 40% gestiegen.

Im Jahr 2009 wurde 138 Lehrer aufgrund unangemessenen sexuellen Kontakts mit ihren minderjährigen Schülern und Studenten verurteilt. Laut Bildungsministerium wurden 100 dieser Lehrer entlassen – ein steiler Anstieg verglichen mit den 97 Lehrern im Jahr 1999 (von denen 56 entlassen wurden).

Etwa 150 Lehrer pro Jahr wurden in den letzten Jahren gemaßregelt.

Verschiedene japanische Ministerien machten kürzlich eine Umfrage zu sexuellem Mißbrauch an öffentlichen Grund-, Mittel- und Hochschulen sowie an Schulen für körperlich und geistig behinderte Kinder in allen 47 Präfekturen und 18 Hauptstädten.

Von den 138 Lehrern, die sich im Jahr 2009 an Minderjährigen vergangen haben sollen, wurden laut Umfrage 24 suspendiert, neun bekamen Lohnabzüge und fünf erhielten schriftliche Verweise.

15 weitere Lehrer bekamen inoffizielle Bestrafungen, darunter mündliche Verweise und der Hinweis, man möge doch freiwillig kündigen.

63 Opfer in 153 Fällen waren Schüler an den Schulen an denen der jeweilige Lehrer unterrichtete. Das sind laut Umfrage 41,1 %.

Der Missbrauch schließt unangebrachte Berührungen und Körperkontakt in 55 Fällen (35,9 %), Geschlechtsverkehr in 33 Fällen (21,5%) und heimliches Filmen und Beobachten der Schüler ohne deren Wissen in 18 Fällen (11,7%) ein.

57 der 138 Lehrer die im Jahr 2009 aufgrund sexuellen Mißbrauchs veurteilt wurden, waren Mittelschullehrer, 46 waren Oberschullehrer und 38 Grundschullehrer.

Das Bildungsministerium versucht mit allen Mitteln den sexuellen Mißbrauch zu verhindern. Das Bildungskommitee in Hokkaido verteilte beispielsweise 2008 Flyer auf denen ein Rücktrittsschreiben eines Lehrers zu lesen war, welcher erwischt wurde, als er eine Minderjährige für Geschlechtsverkehr bezahlte.

“Ich wurde verhaftet, weil ich ein Mädchen für Sex bezahlt habe.”, konnte man in dem Brief lesen. “Meine Tat wurde von den Medien aufgegriffen und hat mir großen Ärger mit meiner Frau und meinen Kindern eingebracht. Bitte werden Sie nicht so ein Lehrer wie ich.”

Der Flyer warnte auch vor den finanziellen Konsequenzen. Ein Lehrer in seinen 40er, der fristlos entlassen wird, “verliert 143 Millionen Yen Lohn und 28 Millionen Yen Rente”.

Der Flyer hat das Problem jedoch nicht beseitigt. Im Oktober wurde ein Lehrer einer Hokkaidoer Grundschule festgenommen, weil er ein 15jähriges Mädchen für Sex bezahlte.

Naoki Ogi, ein Kritiker in Bildungsfragen, glaubt, dass die Umfrage des Ministeriums das Problem nur oberflächlich betrachtet.

“Die Zahlen in der Umfrage sind nur die Spitze des Eisberges.”, so Ogi. “Viele Lehrer stehen unter immensem Druck auf Arbeit und viele Webseiten behandeln Kinder als Sexobjekte.”

“Lehrer sollten keine SMS mit ihren Schülern austauschen, da sich daraus eventuell eine intime Beziehung entwickeln könnte.”, fügte Ogi hinzu.

Quelle: http://www.yomiuri.co.jp

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Gepostet von Kai am Feb 21 2011. Abgelegt unter Gesellschaft. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback auf diesen Artikel hinterlassen

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  • hilde: wenn hachiko von seinem herrchen gesehen hätte dann wäre er auf dem friedhof und hätte dort gewartet
  • saar: hachiko schöner film wer ihn zum ersten mal sieht bitte taschentücher bereithalten ein mensch würde niemals...
  • Vera Bergagnin: Oh,ja! Auch ich bin sehr betroffen und freue mich diese Seite , zwar spät aber eben gefunden zu haben...
  • Gerald: Unglaublich berührender Film. Der Hund hat nur eines zu verschenken und das ist sein Herz! Wir leben mit...
  • h.peter: der film ging mehr sehr sehr nahe und hatte noch nie solch einen film gesehen der sich in wirklichkeit...