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Überlebende warten auf Hilfe im zerstörten Minamisanriku

minamisanriku

Die Überlebenden von Minamisanriku warten auf Hilfe und noch immer wird über die Hälfte der Bevölkerung vermisst

SENDAI (2yen) – Die kleine Küstenstadt Minamisanriku im Nordosten Japans wurde von einem Tsunami, welcher auf das Mega-Beben der Stärke 9 folgte, beinah komplett zerstört. Die Überlebenden befinden sich derzeit in Notunterkünften ohne Licht und warten auf Hilfe, während sie versuchen das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten.

Häuser, Boote, Bäume, Autos und Haushaltsgegenstände wurden einfach davongespült, blockieren nun die Straßen und schließen die Überlebenden in dem Katastrophengebiet ein. Diejenigen, die überlebt haben wissen, dass sie nicht nur ihre Häuser sondern auch alles andere verloren haben.

Derzeit werden noch etwa 9500 Einwohner der Stadt, welche insgesamt 17.600 Einwohner zählt, vermisst. Die Ausmaße der Schäden, welche die Stadt davongetragen hat, kann man bisher nur erahnen.

Die Straßen von dem was einstmals Minamisanriku war, sind voll mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Diese werden jetzt von Helfern aus dem Weg geräumt, um die Überlebenden zu bergen.

”Es ist die Hölle.”, sagt der 60-jährige Akio Sato, der in einer der Notunterkünfte untergekommen ist.

Die Dinge für den täglichen Bedarf sind knapp bemessen, da der Zugang zu der zerstörten Stdt sich als schwierig gestaltet. Reisbällchen und Wasser wurden verteilt, doch es ist nicht genug. Auch Medizin wird dringend benötigt, da es insbesondere ältere Leute sind, die von den Geschehnissen sehr mitgenommen sind.

Alles was die Überlebenden von Minamisanriku derzeit tun können ist sich gegenseitig Mut zuzusprechen und zusammenzuhalten. Immer wenn die Nachricht kommt, dass wieder ein Überlebender geborgen wurde, halten sie sich an den Händen und lächeln; kommt eine schlechte Nachricht, so schauen sie auf den Boden und schweigen.

“Ich habe nichts.”, sagt die 42-jährige Emerita Chiba, die mit einem japanischen Fischer verheiratet ist und einen Sohn hat. “Das ist eine schreckliche Erfahrung. Ich habe nichts. Ich habe keine Arbeit und mein Haus ist weg.”, sagt die gebürtige Philippinierin.

Es gibt Notunterkünfte, aber es ist schwierig von einer zur nächsten zu kommen. Die Anwohner sagen, dass es vermutlich noch viele Menschen unter den Trümmern gibt, aber sie können nichts machen, weil alles im Unklaren ist.

“Ich kann nicht darüber nachdenken, was morgen sein wird.”, sagt Sato. “Im Moment kann ich nur daran denken, wie ich diesen Tag überstehe.”

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Gepostet von Kai am Mar 13 2011. Abgelegt unter National. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback auf diesen Artikel hinterlassen

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  • hilde: wenn hachiko von seinem herrchen gesehen hätte dann wäre er auf dem friedhof und hätte dort gewartet
  • saar: hachiko schöner film wer ihn zum ersten mal sieht bitte taschentücher bereithalten ein mensch würde niemals...
  • Vera Bergagnin: Oh,ja! Auch ich bin sehr betroffen und freue mich diese Seite , zwar spät aber eben gefunden zu haben...
  • Gerald: Unglaublich berührender Film. Der Hund hat nur eines zu verschenken und das ist sein Herz! Wir leben mit...
  • h.peter: der film ging mehr sehr sehr nahe und hatte noch nie solch einen film gesehen der sich in wirklichkeit...